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Koalitionsverhandlungen: Absage an Löschflugzeuge im eigenen Land gefährdet Projekt der europäischen Löschflugzeugstaffel in Welzow nicht

EDCY Welzow 8985Medienberichten zufolge, haben sich die Verhandler für eine neue Landesregierung in Brandenburg daraufhin geeinigt, dass es keine eigenen Löschflugzeuge für Brandenburg geben soll. Die zukünftige Koalition will demnach weiterhin Hubschrauber der Bundeswehr zur Brandbekämpfung einsetzen. Nach Ansicht der Welzower Stadtverordneten Hannelore Wodtke (Grüne Zukunft Welzow) gefährdet diese Aussage nicht das Vorhaben der Einrichtung einer europäischen Löschflugzeugstaffel am Flugplatz Welzow.

"Die Absage ist natürlich bedauerlich und ein kleiner Rückschritt, der uns aber nicht aus der Bahn wirft. Die Regierenden in Potsdam müssen endlich verstehen, dass es bei der EU-Löschflugzeugstaffel nicht originär um den Einsatz in Brandenburg geht. Mit den Löschflugzeugen sollen zukünftig Waldbrände in Mittel- und Nordeuropa bekämpft werden. Wenn Brandenburg das im eigenen Land nicht nutzen will, müssen wir das akzeptieren", erklärt Wodtke: "Auch im Namen der europäischen Solidarität appelliere ich an die SPD sich nicht weiter gegen die dringend nötige Strukturentwicklung vor Ort zu stemmen. Derzeit fehlt nur noch grünes Licht aus Brandenburg, damit das Vorhaben auf dem Weg gebracht werden kann".

Bei den Grünen und der CDU, wie auch der EU gebe es volle Zustimmung. "Allein in diesem Sommer gaben sich der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz Christos Stylianides, wie auch der EU-Abgeordnete Christian Ehler (CDU) oder die Bundesvorsitzende der Grünen Annalena Baerbock in Welzow die Klinke in die Hand und informierten sich vor Ort. Alle äußerten sich positiv über das Vorhaben. Alleine führende SPD-Politiker ließen sich nicht blicken", berichtet Wodtke.

Die Vorhaben des Aufbaus eine Löschflugzeugstaffel am Flugplatz Welzow durch das RescEU-Programm, sowie der Aufbau eines europäischen Aus- und Weiterbildungszentrums für den Brand- und Katastrophenschutz könnten bis zu neue 600 Arbeitsplätze in die Stadt am Tagebau bringen. Die Kosten dafür würden überwiegend von der EU und dem Bund übernommen. Aufgrund der einzigartigen Lage des Flugplatzes Welzow mit dem anschließenden Wasserlandeplatz auf dem Sedlitzer See mitten im Herzen von Europa, sei die Region ideal für die Einrichtung einer EU-Löschflugzeugstaffel. Nördlich der Alpen gibt es derzeit keinen Standort für Löschflugzeuge. Im Rahmen eines speziellen EU-Programmes kann dessen Aufbau gefördert werden.

Das Thema Löschflugzeuge und Katastrophenschutzzentrum in Welzow wird auch am Rande des Treffens der "Coal-Platform" der EU nächste Woche in Brüssel ein Thema sein, wie Wodtke aus Teilnehmerkreisen erfahren hat. Bei dem zweitägigen Treffen kommen Vertreter von 42 Kohleregionen Europas zusammen, um über den Strukturwandel zu beraten.

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